Craftbier

Deus - Brut de Flandres 2014

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"Göttliches" Champagnerbier aus flandrischen Landen - Deus Brut des Flandres Cuvée Prestige 2014, Brouwerij Bosteels.

Mühlviertler Craft

Im unteren Mühlviertel zwischen Bad Zell (in das ich 1970 hineingeboren wurde) und Tragwein wird neuerdings neben feinem Most (http://www.pankrazhofer.at/) auch Craftbier gebraut. Die Beerbuddies, Andreas Weilhartner und Christian Semper, zwei Doktoren aus aus dem Weinviertel, sind auf der Suche nach einem geeigneten Standort für ihre Brauerei auf das Gut Tragwein gestoßen. Das für gutes Bier so wichtige Brauwasser kommt direkt aus dem eigenen Tiefbrunnen, der hochwertiges Mühlviertler Urgesteinswasser liefert. Auch bei den anderen Zutaten haben sich die Jungbrauer ganz der Nachhaltigkeit verschrieben. Der Hopfen kommt großteils und das Malz zur Gänze aus der Region.

Das Ergebnis sind Biere mit Charakter, Craftbiere im besten Sinne des Wortes. Das "Bernstein", ein untergäriges Helles, wird wohl auch jene Biertrinker erfreuen, die sich (noch) nicht über Kreativbiere drübergetraut haben, das "Bernstein" mit Karamellmalz entwickelt am Gaumen eine anregende Süße, das "Schwarzbier" lässt jedes Guinness dünn und flach aussehen, der "Hopfn Foppa" (als "Foppa" bezeichnen die Oberösterreicher einen Schnuller) vereint in bester "India Pale Ale"- Stilistik Hopfenbitterkeit und exotische Fruchtnuancen und das "Mojo Ale" (einer der Brauer ist auch Bluesmusiker) hat es mir als Freund der Black IPA´s besonders angetan.

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http://www.thebeerbuddies.at/

Magyarisches Craftbier-Tasting

... mit einem "Piraten", wer findet ihn?

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Stachelbier

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Beim Craftbier-Tasting im Wiener Metropol konnte ich mein erstes Stachelbier verkosten. Beim "Stacheln" wird in einem Bock- oder Doppelbock ein glühender Metallstab gerührt, wodurch der Zucker karamellisiert und der Schaum eine schlagobersartige Konsistenz annimmt und warm wird. Im Bild: Biersommeliere Karin Vouk beim fachkundigen Stacheln.

North-Beer-Here

Die Craftbier-Welt hält Einzug im neueröffneten Gasthaus Automat Welt in der Wiener Leopoldstadt. Und ebendort war der dänische Starbrauer Christian Skovdal Andersen (Gründer der Brauerei Beer Here) zu Gast und präsentierte acht seiner kreativen Braukompositionen, deren Labels er auch selbst gestaltet hat (das an ihm ein veritabler Malkünstler verlorengegangen ist, habe ich ihm sicherheitshalber nicht gesagt, möge er doch weiterhin sein Hauptaugenmerk auf´s Brauen legen).

Die in eher ungewöhnlicher Reihenfolge verkosteten Biere boten jedenfalls einen geschmacks- und aromaintensiven Einblick in die hohe nordische Braukunst. Nichts für Industriebiertrinker und das ist auch gut so!

1. Pale Hops, Pale Ale, 6%

2. Morke Pumpernickel Porter, Imperial Porter mit Anis, 7,5%

3. Helmuth Kellerbier, German Style Lager, 4,6%

4. Executioner, American Style India Pale Ale, 7%

5. Kama Citra, American Brown Ale, 7%

6. Dark Hops, India Black Ale, 8,5%

7. Rocketfuel, India Pale Ale, 6%

8. Cremlin Crude, Russian Imperial Stout, 11%

Besonders angetan war ich vom Kama Citra (mit Citra-Hopfen, daher der Name), noch nie hatte ich in einem Bier solche intensiven Aromen nach rohem Fleisch, viel rohem Fleisch!

Am wenigsten begeistern konnte mich Helmuth, aber das liegt wohl daran, dass ich als bekennender "Hophead" mit malzbetonten Lagerbieren nicht sehr viel anfangen kann.

Rocketfuel und Pale Hops sind wunderbare "all day drinking"-Biere, die Lust auf ein zweites Glas machen.

Executioner (benannt nach einem römischen Henker und mit Galena gehopft), Dark Hops, Pumpernickel und Cremlin Crude zeigen dann schon ordentlich hopfiges bzw. röstmalziges Muskelspiel, angereichert mit betörender Beerenfrucht, die sich mit dem hohen Alkohol wunderbarst vermählt. Yes!


Die Brauerei: http://www.beerhere.dk/

Die beschriebenen Biere sind demnächst erhältlich bei: http://www.bierfracht.at/

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Braumeister Andersen durchs Verkostungsglas betrachtet

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Der Flight

Organic Craftbeer Tasting

Die speziellen Anforderungen an Hopfen, Malz und Hefe machen es Bio-Brauern nicht gerade leicht und dementsprechend klein und überschaubar präsentiert sich (noch) die Welt der Organic-Craft-Beers.

Das FIBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) hat den umtriebigen und bioaffinen Kenner der Craftbierszene, Micky Klemsch mit der Zusammenstellung eines Verkostungssamples beauftragt und so durfte ich im essen:z - kochstudio acht Bio-Craftbiere aus Österreich, Deutschland, England und den USA verkosten

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1. "Wildshuter Sortenspiel", Stiegl, Salzburg
mit u. a. Urkorn, Emmer und Hafer untergärig gebrautes Lager, im Geschmack eher konventionell, 5%

2. "Honey Dew", Fullers, England, 5%
hier wurde mit dem Biohonig nicht gespart, wer´s mag

3. "Pale Ale", R.M. Müller, Wien, 5,1%, 1 L
Mitverkochte Maisflocken verleihen diesem Pale Ale aus Favoriten (der Braumeister ist im "Zivilberuf" Tierarzt) eine feine Cremigkeit. Alle R.M. Müller-Biere sind flaschenvergoren. Diese Biere sind eine Rarität, denn pro Sud werden nur 30 Liter gebraut.

4. "Nicobar IPA", Gußwerk, Salzburg, 6,5%
Wunderbar hopfenbitteres India Pale Ale der biodynamischen und Demeter-zertifizierten Salzburger Brauerei. Die Nicobaren sind eine Inselgruppe im Indischen Ozean, die von der k.k.Kriegsmarine in einer Zeit angefahren wurden, als Österreich auch Koloniemacht spielen wollte.

5. "Natte Amsterdamse Dubbel", Brouwerij´Tij, Amsterdam, Holland, 6,5%
schöne Röstaromatik, brauner Zucker, erdige Töne, feine Bitterkeit im Nachtrunk

6. "Doldensud IPA", Riedenburger Brauhaus, Bayern, 6,5%
Micky Klemsch´s erklärtes Lieblingsbier des Abends, 55 IBU, alles, was ein IPA braucht

7. "7 Hop IPA", Rogue Brewery, Oregon, USA, 8%
Aromatische Hopfenbombe, exotische Früchte (Grapefruit, Maracuja), sehr fein!

8. "Biére De La Garde III", R.M. Müller Bier, Wien, 10%
Im Stil eines Trappistenbier gebrautes Starkbier, dunkles Bernstein, ein würdiger Abschluss (des offiziellen Verkostungsteils)

Außer Programm spendierte Micky Klemsch in kleiner Runde freundlicherweise noch ein grandioses "1852 English Burton Ale"- Barley Wine (in Weinfässern gereiftes Starkbier) der Bierzauberei und eine Großflasche Doppelbock der Rieder Brauerei - Vielen Dank!
Danke auch an die Braumeisterin der Favoritner Essigbrauerei, Kaffeerösterei und neuerdings auch Bierbrauerei Gegenbauer, die einige Großflaschen "Bio Wiener Bier" (gebraut aus Einkorn, Emmer, Gerste, Weizen, Hopfen und selbstgezüchteter Hefe) ausschenkte.

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und hier zur Ergänzung noch der Bericht des Veranstalters:

Liebe Bio-Genussfreunde!

„Ein bisschen Frieden“ als Punkversion und in quasi wummernder Telefonqualität hat schon was. Viel hat nicht gefehlt und Micky Klemsch wäre bei seinem Luftgitarrensolo eine Saite gerissen und das Kochstudio wäre renovierungsbedürftig gewesen… Vorab aber glänzte der gewichtige Craftbeer-Experte mit ebenso detailreichem wie charmantem Wissen zu handwerklich gebrautem Bier, den dazu gehörigen Werkstätten und erfreute uns mit akribisch ausgewählten Kleinoden aus der Organic Craftbeercommunity. Haben Sie vorher schon einmal etwas über das R.M. Müller-Bier aus Wien gehört oder es gar schon getrunken? Wir ehrlich gesagt auch nicht. Aber dazu sind die Tasting_foren auch da, um Neues und kulinarisch Spannendes aus Biologischer Landwirtschaft kennenzulernen.

Es war uns eine Freude mit Ihnen den vergnüglichen Abend verbracht zu haben. Nun teilen wir die Erinnerungen:
Fotoalbum Die brauen sich was Organic Craftbeer
https://www.flickr.com/photos/105864147@N08/sets/72157650529252545/


· Stiegl Hausbier Wildshuter Sortenspiel (Ö) https://www.stiegl.at/de/sortiment/hausbiere/wildshuter-sortenspiel

· Fuller’s Honey Dew (UK) http://www.fullers.co.uk/beer/explore-our-beers/organic-honey-dew

· Brauhaus Gusswerk Nicobar (Ö) http://www.brauhaus-gusswerk.at/sortiment/

· R.M. Müller Pale Ale (Ö) http://rm-mueller-bier.at/

· Riedenburger Brauhaus (D) Dolden Sud http://www.riedenburger.de/startseite/biere/riedenburger-biere/unser-dolden-sud/doldensud.html

· Brouwerij’t IJ (NL) http://www.brouwerijhetij.nl/category/bieren/

· Rogue 7 Hops (US) http://www.rogue.com/

· R.M. Müller Bière de la garde III (Ö) http://rm-mueller-bier.at/

· Brauhaus Gusswerk Edelguss http://www.brauhaus-gusswerk.at/sortiment/

· Brauhaus Gusswerk Steinbier

· Brauhaus Gusswerk Winter-Steinbier

· Gegenbauer Wiener Bier http://www.gegenbauer.at/produkte.aspx?CID=8&CSID=56


Das Brot kam aus der Bio-Holzofenbäckerei http://www.gragger-cie.at/cms/index.php

Zu kaufen gibt es die Verkostungsproben z. B. im Ammersin Magazin 5 (http://www.ammersin.at/index.php/shops.html), verde 1080 (http://www.verde1080.at/), Stiegl Braushop https://www.stiegl.at/de/getr%C3%A4nkeshop/standorte/wien , direkt vom Hascha-Hof bzw. der R.M.Müller-Brauerei (http://rm-mueller-bier.at/ ) das Biokistl/den Webshop Biohof Adamah (http://shop.adamah.at/Bier%2C-Brauereierzeugnisse_2734.html) und beim Gegenbauer (http://www.gegenbauer.at/).

Dipl.-Ing. Reinhard Geßl, KonsumentInnen-Information, Tierhaltung
Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL Österreich)

Craftbeer-Homeland

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Tolles Craftbeer-Sortiment im "World of Beer", San Antonio, Texas

Craftbeer quarterly

Geballte Craftbeer-Kompetenz aus Österreich, Ungarn, Deutschland und Dänemark bestimmten meine diesmalige Quartalsverkostung. Etwas IPA (=India Pale Ale)-lastig, aber ich bin nun mal ein bekennender Hophead. Besonders neugierig war ich auf das "1000 IBU", eins der bittersten Biere der Welt, gebraut im Hause Mikkeller, bekannt für seine eigenwilligen Bierkreationen. Gleich vorweg: diese Hopfenbombe trinkt sich trotz (oder vielleicht sogar wegen) seiner dreistelligen IBU (=International Bitterness Units), wirklich 1000 werden´s wohl nicht sein, sehr angenehm und anregend und die fruchtige Bitterkeit bleibt ungemein lange am Gaumen hängen. Wär´s ein Wein, würde man wohl von einem "unendlich langem Abgang" sprechen. Die Geschmackgrenzen ausreizend präsentierte sich auch das "Tripla Meggy" der Budapester Legenda-Brauerei. In der Nase eine sehr dominante Marzipan-Note, die sich im Nachtrunk mit deutlichen Kirscharomen verbindet. Eigenwillig, aber hochinteressant. Mein Mitverkoster Siegfried wird sich wohl mit diesem Bier erst anfreunden müssen. Mein Favorit war aber das "Ugly Duck - Hop Devil" der dänischen Indslev Bruggeri. Ein Bilderbuch-IPA, bei dem alles stimmt!

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v.l.n.r.:
Session IPA, Brauwerk Wien, Österreich
Doldensud, Riedenburger Brauhaus, Deutschland
Hop Devil, Ugly Duck Brewing, Dänemark
Illuminatus Starkbier, Handbrauerei Forstner, Österreich
Tripla Meggy, Legenda, Ungarn
Snakebite Imperial IPA, Legenda, Ungarn
1000 IBU, Mikkeller, Dänemark

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1000 IBU, die Hopfenbombe!

2. Internationales Craftbier-Fest

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Bieriges Farbenspiel beim Craftbierfest in der Ankerbrotfabrik in Wien. 70 Brauereien aus 11 Ländern präsentierten ihre Kreativbiere.

Brewed with Love and Music

Im September wurde in Ottakring das “Brauwerk” eröffnet. Seither wird in dem optisch auffälligen und ansprechenden Glaszylinder feinstes Craftbier gebraut.

Jeder Sud wurde von einer heimischen Band “bespielt”, die positiven Schwingungen sollen von der Musik und der Band in das Bier und auch den Bierliebhaber übergehen.

Zu den bereits bestehenden Marken “Blond” (nach belgischer Witbier-Tradition), “Session IPA” (ein “India Pale Ale” ist natürlich ein Must have) und einem nach britischer Stilistik gebrautem, feinmalzig-dunklem "Porter kommt ab Mitte November ein weiteres Kreativbier dazu. Ein Vöglein hat mir gezwitschert, dass es sich dabei um eins der seltenen “Barley Wine”-Biere handeln soll, ein in Weinfässern gereiftes, sehr starkes Bier mit 9% Alkohol. Weiters wird schon heftig an einer Bierstilistik gearbeitet, die den Craftbier-Trendscouts zufolge das IPA als “Rule Model” ablösen könnte. In Belgien seit jeher bekannt und beliebt, hat das Sauer-Ale in Österreich erst vor kurzem das Licht der Welt erblickt (als “Faux Pas” in der Salzburger Stiegl-Brauerei).

Nachdem ich im Sommer das Brauwerk schon aufmerksam verfolgt und deren Kreationen einer fundierten Verkostung unterzogen und für “gut, wahr und schön” befunden habe, harre ich voller Vorfreude auf die Dinge, die aus dem Glaszylinder im 16er Hieb noch kommen werden.

http://www.brauwerk.wien/

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