Buchtipps & Lokalkritiken

Lokalkritik: Restaurant Holy Moly im Badeschiff

der blick vom "laderaum" des holy moly auf den donaukanal hat einen maritimen touch und die graffitibesprühten wände an der gegenüberliegenden donaulände vermitteln urbane lässigkeit. das badeschiff könnte also auch am landwehrkanal in berlin oder in der hamburger speicherstadt vor anker liegen. dazu passte meine vorspeise: gefüllte sardine, kreativ - erinnerte aber trotzdem ein wenig an die fischerl aus dem "russenglas", besser schmeckte da eindeutig die andere vorspeise, ein beef tatare.
die hauptspeise: ochsenbackerl - das fleisch sehr mürb und zart. sehr gut, da hätte ich durchaus noch ein drittes kleines stückerl vertragen. ich kann mich aber entsinnen, so etwas in ähnlich guter qualität schon gegessen zu haben. der kulinarische "aha"-effekt blieb aus. für einen solchen sorgte dafür mein dessert: lemontarte mit fenchel-orangensalat und chili! das zweite dessert, das zur auswahl stand - schokomousse und pralinen aus der petz´schen xokolat-manufaktur - üppig, cremig, geil!
ich entschied mich für die vorgeschlagene weinbegleitung, die mit € 12.- für 2 achterl und ein 16tel nicht rasend günstig kalkuliert war.
das führt mich auch gleich zu einer kritik, die ich anbringen muss: die weingläser im holy moly sind völlig indiskutabel - allerbilligste mäser-pressgläser mit rollrand, eins davon war überdies noch ziemlich verschmutzt. hier herrscht weinglaskulturmässig entweder absolute ahnungslosigkeit vor oder es wird am falschen platz gespart. beides ist unentschuldbar, denn der zum hauptgang gereichte rotwein konnte in so einem würdelosen gebinde nur noch röter werden vor scham. eigentümlich auch die zum brot (und zur hausgemachten chillisauce) nicht gereichten teller - da müsste notgedrungen die tischplatte herhalten. ob dafür € 2,50 pro person für´s gedeck gerechtfertigt sind - ich finde nicht!
fazit: das von der lokalkritik gehypte holy moly punktet mit lage, ambiente und einem erfrischend unprätentiös auftretenden service (dem man dann auch kleinere schnitzer verzeiht). das essen hat auch auf hohem niveau noch entwicklungspotential. und was die weingläser betrifft, so kann man nur verzweifelt ausrufen: "ein königreich für g´scheite weingläser!"

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Terroir

Reinhard Heymann-Löwenstein: "Terroir" - Weinkultur und Weingenuss in einer globalen Welt"
Kosmos-Verlag, Stuttgart 2009, 180 Seiten, € 20,60

Der Begriff "Terroir" geistert schon lange durch die Weinszene - aber was bedeutet Terroir eigentlich. Ich möchte dazu nicht einfach Wikipedia wiedergeben, sondern meine eigenen Bilder. Terroir ist das Zusammenspiel von Boden, Klima und der Handschrift des Winzers/der Winzerin, die sich idealerweise im Glas widerspiegelt und somit riechbar und schmeckbar wird.
Preisfrage: Welchem Wein würdest du eher Terroir zusprechen - einem Grünen Veltliner von einem kleinen Familienbetrieb im Traisental oder einem Shiraz aus Australien (erhältlich im Supermarkt)?
Der Sieger/die Siegerin darf sich "TerroiristIn" nennen ;-)
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